Cavitat-Sonographie : Wo im Kieferknochen liegen chronisch-entzündliche Störfelder?
- CAVITAT ist ein modernes computergestütztes Ultraschall-Diagnosegerät
- CAVITAT ist wissenschaftlich anerkannt (FDA) zur Diagnose eines ostitischen Störfelds
(NICO - Neuralgie-Induzierende-Cavitätenbildende Osteolyse)
- CAVITAT ist eine sichere und unschädliche Methode
- CAVITAT kann
ischämische (= Vorstadium der chronischen Kiefer-Ostitis)
osteonekrotische (= abgestorbener und fettig degenerierter Kieferknochen) und
hohlraumartige Kavitäten im Kieferknochen (= Cavitationen)
optisch über Farben darstellen (siehe folgende Abbildung):
- Weitere Informationen zur Chronischen Kieferostitis unter www.kieferostitis.de
- Die Ostitis ist keineswegs eine Erkrankung, die nur zahnärztlich von Belang wäre. Im Gegenteil, allgemeinmedizinische und orthopädische Erkenntnisse und Therapiekonzepte könnten für den zahnmedizinischen Bereich von Interesse sein:
Aseptische Knochennekrosen - ein allgemeinmedizinisches Krankheitsbild
Übersetzung (in Auszügen) aus der Webside des Herstellers und einer Arbeit von Shankland
(Wesley E. Shankland, II, D.D.S., M.S., Ph.D.: Medullary and Odontogenic Disease in the Painful Jaw: Clinicopathologic Review of 500 Consecutive Lesions. In: THE JOURNAL OF CRANIOMANDIBULAR PRACTICE OCTOBER 2002, VOL. 20, NO. 4, 295-303)
Das Cavitat-Befundergebnis wurde durch zwei kontrollierte Studien an 3742 Patienten in mehr als 99,99% der Fälle als exakt bestätigt. Im Vergleich von CAVITAT mit Röntgenbildern und der Magnetresonanztomographie (MRT) erweis sich CAVITAT als doppelt so zuverlässig wie das MRT und dreimal so genau wie das Röntgendiagnostik. Das CAVITAT ist ein Gerät, welches als das am gründlichsten von der FDA (FOOD AND DRUG ADMINISTRATION) von allen je geprüften Geräten bezeichnet werden kann.
Bis zum Januar 2008 sind über 540000 Patienten mit dem CAVITAT-Gerät untersucht worden. Das Röntgenbild allein liefert nur in 27% der Bilder eine sichere Diagnose. Erst das Cavitat-Ergebnis im Zusammenhang mit einem Röntgenbild beurteilt, gibt genügend Informationen für eine korrekte Diagnose von chronischen Entzündungen im Kiefer.
Die Tatsache, dass mittlerweile auch an US-amerikanischen Universitäten ein CAVITAT-Gerät zur Ausbildung der Zahnärzte benutzt wird, zeigt die zunehmende Anerkennung dieses Verfahrens als wesentliche Informationsquelle über die im Röntgenbild sichtbaren Befunde hinaus.
Im Gegensatz zu dem, was gelehrt wird, sind solche unregelmäßigen Bereiche nicht normal. Sie repräsentieren einen unzureichenden Versuch, den Knochendefekt im Bereich des entfernten Zahnes auszuheilen. Darüber hinaus deuten sie die Ausdehnung der mangeldurchbluteten Bereiche und entzündlichen Veränderungen an, die in der Umgebung des Zahnfaches vorhanden sind.
Unter Blutmangelzuständen entsteht im Knochen fasriges Narbengewebe (ischämische Myelofibrose, Faserknochen, Markfibrose, retikuläre fettige Degeneration) anstatt neuem gesunder Knochen. Die knochenbildenden Osteoklasten und -blasten benötigen eine gute Ernährungslage und Sauerstoff im Überfluss, die Fibroblasten hingegen nicht.
Radioisotopen-Untersuchungen, die oft von Ärzten angefertigt werden, haben eine hohe Rate an falsch negativen Ergebnisse, Gründe hierfür sind:
Die Zellerneuerung findet nur langsam statt.
In Knochenbereichen, die solche Bereiche enthalten, ist oft eine geringe Knochenregeneration und schlechte Durchblutung vorhanden.
Wegen parodontaler Taschen oder apikaler Veränderungen bestehen chronische Entzündungen.
Unglücklicherweise wird oft ein Untersuchungsbefund fälschlicherweise als unauffällig diagnostiziert, wenn eine diagnostische Anästhesie und eine histopathologische Untersuchung das Gegenteil erweisen.
Die Information aus der Cavitat-Sonographie, in Verbindung mit der Patientengeschichte, einer Zahnröntgenübersichtsaufnahme (OPG), nötigenfalls in Verbindung mit einer diagnostische Anästhesie gibt erheblich mehr diagnostische Präzision und Genauigkeit bei der Verortung von Knochendefekten, die infolge von Mangeldurchblutung und chronischen Entzündungen entstanden sind.
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Tabelle 1 Ursachen, welche im Zusammenhang einer Knochenerkrankung infolge Mangeldurchblutung möglich sind |
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Örtliche Faktoren |
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Trauma |
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Lokalanästhetika mit gefäßverengenden Zusätzen ( Adrenalin 1:100000) |
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Bestrahlungstherapie |
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Infektion über Zahnwurzel /Entzündung im Knochen |
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Fehlgeschlagene Wurzelbehandlung |
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Überhitzung des Knochens bei einem chirurgischen Eingriff |
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Injektion von Kortikosteroiden in den Knochen |
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Hochdruck im Knochenmark |
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Trauma durch Kaubelastung |
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Systemische Faktoren |
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Therapie mit Kortikosteroiden |
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atmosphärische Luftdruckschwankungen in Berufsausübung |
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Sichelzellanämie |
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Schwangerschaft |
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Homozystinämie |
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Osteoporose |
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Antiphospholipid-Antikörper-Syndrom |
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Hyperlipidämie |
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Chemotherapie |
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Blutgerinnungsstörungen |
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Hormontherapie |
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Systemischer Lupus erythematodes |
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starker Tabakkonsum |
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Alkoholismus |
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Tabelle erstellt von Dr. Shankland nach einer Vorlage von : Jiao X, Meng Q: The influence of pathologic bone cavity of jaw bone on the etiopathology of trigeminal neuralgia. Acta Acad Med Sichuan 1981; 12:243-247. Übersetzung durch Dr. N. Guggenbichler |
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Tabelle 2 NICO-Defekte und mögliche Röntgenbefunde, angeordnet nach der Häufigkeit des Vorkommens |
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1. schlecht abgegrenzte Radiotransluzenz 2. mottenfraßförmige Radiotransluzenz (regionale Osteoporose) 3. unregelmäßige vertikale Knochenbälkchen im zahnlosen Bereich (laminärer Regen bzw. laminäre Blitze) 4. leichte milchglasartige Radioopazität (Geistermark) 5. radioopake Flecken und Striche, die zentripetal um eine schwache Radioluzenz in der Mitte liegen (Adlerhorst) 6. fokale Zerstörung des knöchernen Kanals um den unteren Alveolarnerv 7. seifenblasenartige Radioluzenz 8. horizontale Knochenbälkchen im zahnlosen Bereich 9. fokale Zerstörung der knöchernen Begrenzung der Kieferhöhle 10. fokale Zerstörung des äußeren Zahnfachknochens 11. radioopaque Flecken 12. baumwollknäuelartige Radioopazität |
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Tabelle 3 erstellt von Dr. Shankland nach einer Vorlage und mit Einverständnis von : Jiao X, Meng Q: The influence of pathologic bone cavity of jaw bone on the etiopathology of trigeminal neuralgia. Acta Acad Med Sichuan 1981; 12:243-247. Übersetzung durch Dr. N. Guggenbichler |
In der folgenden Grafik (Abbildung 1) findet sich die Auswertung einer Studie an 413 Patienten: vor allem im Bereich der Weisheitszähne (18,28,38,48) aber auch im Bereich der großen und kleinen Backenzähne waren Knochendefekte mittels Cavitat-Ultraschalluntersuchung nachweisbar gewesen.

Abbildung 2 zeigt das Ergebnis von drei unabhängig voneinander durchgeführten Studien: Das Weisheitszahngebiet ist überproportional davon betroffen.
Hinweis:
Diese Informationen ersetzen kein ärztliches
Aufklärungsgespräch; sie beziehen sich auf ein Thema, das
in Medizin und Zahnheilkunde kontrovers diskutiert wird.
Weitere wissenschaftliche Untersuchungen:
Bouquot JE, Shankland II WE, Margolis M : TAU - Vergleich mit Röntgenbildern bei 170 Biopsieproben (pdf-Datei)