Das Primat des „Primum nil nocere“

Auf den altgriechischen Arzt Hippokrates von der Insel Kos geht die Forderung zurück, dass Medizin nicht schaden dürfe.

Was ist schädlicher: Eine Belastungssituation nicht zu erkennen und untherapiert zu lassen oder eine Überbewertung der vorhandenen Symptomatik vorzunehmen mit der Folge einer Maximaltherapie, die operationsbedingt funktionelle Einbußen, Verlust von Körpergewebe und einer Verschlechterung physiologischer Funktionen nach sich zieht? Weiterlesen

Panoramalinse statt Gesichtsfeldeinengung: Systemische Anamnese

Warum ist eine  systemische Anamnese besser als die Orientierung am Krankheitssymptom?

Arnold A. und Clifford N. Lazarus stellen fest:

„Jeder Mensch ist so einzigartig und komplex, daß der Therapeut seine Vorgehensweise auf eine breite Grundlage stellen, auf den einzelnen zuschneiden und biologische (körperliche Erkrankungen und Stoffwechselstörungen), psychische (Gedanken, Stimmungen und Handlungen) und soziale Faktoren (zwischenmenschliche und andere Gegebenheiten des gesellschaftlichen Umfelds) sowie Umwelteinflüsse zumindest in Betracht ziehen muss. (…) Weiterlesen

Gestern wie heute: Erwartungen, Selbst- und Fremdbeeinflussungen bei Kranken

Galen von Pergamos (129 – 200 n. Chr.):

„Von den jetzt lebenden Menschen [ist] sozusagen kein einziger an der Wahrheit interessiert, sondern [jagt] in solchem Ausmaß dem Geld, politischen Machtpositionen und dem unersättlichen Genuß von Vergnügungen nach, dass man, falls es jemanden geben sollte, der auch irgendeine Wissenschaft betreibt, ihn für wahnsinnig hält. (…)

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