Überschätzte Risiken und unterschätzte Nebenwirkungen

Arno Luik hat einen aufrüttelnden Text geschrieben, für den er keine Mehrheit zur Veröffentlichung in einem Online-magazin bekam. Ich verbinde einen Auszug des Textes mit dem Kommentar eines ärztlichen Kollegen, der anonym bleiben will.

https://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/200414-Arno-Luik-Corona-NDS.mp3

Arno Luik:

Dieses Virus – ist es so gefährlich, dass die Grundwerte der Gesellschaft in die Tonne getreten werden müssen? Dass weltweit in nahezu allen Staaten nach der Devise gehandelt wird, die ein US-Offizier im Vietnamkrieg so ausdrückte: „Wir mussten das Dorf zerstören, um es zu retten“. Sie verordnen eine Medizin, aber über die Risiken und Nebenwirkungen haben sie sich offenbar keine großen Gedanken gemacht. Sie sagen nur, das muss so sein – zu „unserem Schutz“.

Und die regierenden Politiker berufen sich dabei auf „Experten“. Allerdings werden jene Experten, die abweichende Meinungen haben, einfach ignoriert, oft verspottet, häufig auch medial.

Vor ein paar Wochen hieß es, so wie China agiert, das gehe in demokratischen Staaten nicht, gehe gar nicht. Aber nur ein paar Tage später ist das autoritäre Modell des faschistoiden China Vorbild für nahezu alle demokratischen Staaten.

Und der schlaue Schäuble, der so harmlos wirkt, aber un-menschlich agieren kann (Stichwort: Zertrümmerung des Asylrechts. Stichwort: Griechenland!), entwirft als Bundestags-präsident, also als oberster Schützer des Grundgesetzes und des Parlaments, sehr unangenehme, den Bundestag und damit die Demokratie letztlich zerstörende Szenarien: Seine Gedankenspiele in Sachen Notparlament sind gar nicht so weit weg von
Victor Orbans diktatorischem Agieren in Ungarn. Auf jeden Fall sickert so autoritärtotalitäres Denken in das Staats- und Rechtssystem ein. Ein Virus, auf die Dauer gefährlicher als das Corona-Virus.

Es ist alles nicht lustig.

Die Opferzahlen rechtfertigen nicht, was derzeit geschieht. Während ich das schreibe, sind weltweit seit dem Ausbruch der Pandemie, im Dezember 2019, 119.686 Menschen an Corona gestorben. Ob sie wegen oder mit Corona gestorben sind, das geht aus diesen Zahlen nicht hervor. Aber genau darüber muss man reden, um Angst und Hysterie zu begegnen.

Nach Angaben des italienischen Nationalen Gesundheitsinstituts ISS lag Anfang April das Durchschnittsalter der positiv-getesteten Verstorbenen bei circa 81 Jahren. Zehn Prozent der Verstorbenen waren über 90 Jahre alt. Die meisten der Verstorbenen, 80 Prozent, hatten mehrere chronische Vorerkrankungen. Bei weniger als einem Prozent handelte es sich um vorher gesunde Personen, nur 30 Prozent der Verstorbenen sind Frauen.

Aber, so wird mir jetzt entgegengehalten: 119.686 Tote – das ist doch schrecklich! Ja, das ist schrecklich.

Aber, Moment mal, täglich sterben über 150 000 Menschen. Alle fünf Sekunden – und das ist im Grunde Mord – stirbt ein Kind an Hunger. Ändern wegen dieser vermeidbaren Tragödie die Regierenden und die Konzerne ihr Handeln, ihre Wirtschaftspolitik? Gibt es wegen dieser vermeidbaren Tragödie jeden Abend einen ARD-Brennpunkt, Sondersendungen im ZDF?

Der Arzt:

“Es geht offenbar gar nicht mehr um Corona und Pandemie, siehe Welt online:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article207198029/Coronavirus-
Sachsen-will-Quarantaene-Verweigerer-in-Psychiatrien-sperren.html

Die Gefahren des Erregers werden hochgespielt. Es stimmt selbstverständlich, dass schwere Lungenerkrankungen folgen können, insbesondere wenn man falsch beatmet, darauf haben die Anästhesie-Verbände hingewiesen. Auch noch etwas ist zu bedenken: Die Presse hat ganz groß berichtet über Todesfälle:

Corona Sars cov befällt auch Jüngere, und hat auf ein Mädchen von 5 Jahren in England verwiesen, ohne über mögliche Grund-krankheiten zu berichten. Auch über einen 21 jährigen Fußballstar aus Spanien wurde berichtet, dass er am Virus gestorben sei. Wenig später wurde dann nachgereicht, dass er offenbar eine bisher unbekannte Leukämie hatte.

Wenn wir mal die Zahlen nüchtern betrachten, dann sind bisher – auch offiziell von RKI so geschildert – bisher nur Menschen mit schweren Vorerkrankungen gestorben, durchschnittliches Alter laut RKI: 80 Jahre!!!!!!!!! Das entspricht ziemlich genau der Lebenserwartung des Mannes, und Männer sind von dieser Erkrankung deutlich höher betroffen als Frauen. Also, wenn es eine Erkrankung wäre, die alle Altersschichten betrifft, dann wäre das Durchschnittsalter deutlich niedriger. Das belegen übrigens auch die Fallschilderungen aus den Kliniken. Kurzum: die Maßnahmen sind völlig überzogen, insbesondere der Shutdown, stattdessen müssen Risikogruppen geschützt werden, und da benötigen wir natürlich Schutzmasken und Kittel.

Neben den Vorsichtsmaßnahmen gibt es altbewährte Medikationen, die ich seit über 10 Jahren einsetze, und seitdem habe ich in den Wintermonaten und auch jetzt keine Infektionspatienten mehr in meiner Praxis, die sind bei mir Raritäten inzwischen.

Was ich übrigens richtig “grottig” finde, dass die multimorbiden Altenheimbewohner nicht mehr an einer Infektion sterben dürfen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, einen multimorbiden Patienten noch auf eine Intensivstation zu verlegen, zumal die Patienten dass in der Regel sowieso abgelehnt hätten. Den Angehörigen haben wir dann aber auch immer schon vorbereitend gesagt, dass eine Infektion mit Durchfallerregern, Harnwegs-sepsis oder Grippe die Patienten in Gefahr bringen werden.

Nun werden diese Alten mit der Covid 19 Infektion noch 2-3 Wochen beatmet, und sterben dann ohne die Angehörigen noch gesehen zu haben. Eine schöne neue Welt(ordnung) ist das! Wir machen das ganz großartig, und es ist auch mal wieder nötig, der Bevölkerung Tod und Sterben mal wieder näher zu bringen, da hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert, die Angehörigen kommen inzwischen nicht mehr klar, wenn die 89jährige Mutter oder Großmutter stirbt, wie stark ist das Sterben schon verdrängt?

Todesursache: Medikament

Die Frankfurter Rundschau berichtete im Juni 1999 über eine Studie von Prof. Jürgen Fröhlich. Ich nahm dazu in einem Leserbrief vom 17.6.1999 Stellung:

Die Studie, auf die sich der klinische Pharmakologe Jürgen Fröhlich von der Medizinischen Hochschule Hannover bezieht, kenne ich leider nicht. Zutreffend ist, dass das Problem der Nebenwirkungen von allopathischen Medikamnenten bislang unterschätzt wird.

Anzuzweifeln ist hingegen, ob der wichtigste von mehreren Gründen „Verordnungsfehler der behandelnden Ärzte“ ist.
Weiterlesen