Wie wirkt Homöopathie?

Zitat aus einem Fachbeitrag über die Kritiker der Homöopathie:

„Obwohl seit über 200 Jahren in Gebrauch und immer noch Millionen von Menschen weltweit von Nutzen, leidet die Homöopathie seit kurzem wieder unter ständigen Angriffen, „unwissenschaftlich“ zu sein. Die Gründe dafür kann man als eine Spielart eines „neuen Fundamentalismus“ auffassen, der teilweise aus den Reihen der Biomedizin kommt und von den  Medien unterstützt wird. Zu den Kennzeichen dieses neuen Fundamentalismus gehört das Leugnen der Beweise der Wirksamkeit jeden Verfahrens, das nicht ständig mithilfe doppelblinder, randomisierter (zufällig ausgewählter) Studien überprüft worden ist. Dieses Denken schliesst alle Erklärungen homöopathischer Wirksamkeit aus; es leugnet, missbilligt oder wertet alle derartigen aktuellen Forschungsergebnisse als unbegreiflich, speziell solche ausserhalb der Biomedizin. Es sperrt sich auch nicht dagegen, experimentelle Verzerrungen, Gerüchte oder Anspielungen zu benutzen, um die Homöopathie zu diskreditieren. Daraus kann man schliessen, dass der neue Fundamentalismus selbst unwissenschaftlich ist.“ 1

Meine Antwort an einen Kollegen

Nichts für ungut: Wenn Sie davon ausgehen, das Bad einer Amalgamfüllung im Bodensee in Sigmaringen bedeute, dass Sie beim Baden in Konstanz eine homöopathische Wirkung des Amalgams zu spüren bekommen, zeigt, dass Sie nicht wahrhaben wollen, dass die Herstellung homöopathischer Medikamente etwas komplizierter ist als eine simple Tauchimmersion in ein Lösungsmittel, noch dazu auch gesetzlich geregelt, und zwar z.B. im Deutschen Arzneimittelbuch. Das ist des Trägers eines akademischen Titels eigentlich unwürdig. Wenn sie wirklich wissensdurstig sind, nehmen sie sich mal die Arbeiten von Prof. Walter Köster zur Quantenphysik und Homöopathie vor, zur Not tut es auch Bruce Liptons Buch „Intelligente Zellen“.

1984 hat der Physiker Carlo Rubbia (ehemaliger Generaldirektor am CERN in Genf) einen Nobelpreis für Physik bekommen, weil er die Existenz von Eichbosonen nachgewiesen hatte, mittels welcher Wechselwirkungen zwischen Energieteilchen und Materieteilchen erfolgen. Die medizinische Konsequenz dieser Entdeckung ist, dass energetische Wechselwirkungskräfte der Materie übergeordnet sind und deren Struktur bestimmen. Somit sind

  • strukturelle Gewebsveränderungen Folge steuernder energetischer Wechselwirkungskräfte,
  • energetische Prozesse sind der Materie übergeordnet und steuern den Zustand des Gewebes (Entzündung, Regeneration, Degeneration),
  • im Krankheitsfall sind pathologische Schwingungsmuster vorhanden,
  • Information heißt „in-form-bringen“, heißt gleichzeitig Schwingung und umgekehrt,
  • jede nichtchaotische (modulierte) Schwingung enthält Information.

Das Bodenseewasser ist Chaos pur, deswegen kann davon keine homöopathische Wirkung ausgehen. Homöopathische Mittel wirken als Einheit von materieller, informeller und energetischer Reizsetzung. Je nach Potenz steht eine der Dimensionen der Arzneiwirkung im Vordergrund. Entscheidend ist vor allem das Einwirken einer modulierten Schwingung (die für jedes Mittel und jede Potenz unterschiedlich ist) auf die im Organismus erfolgenden 10 hoch 18 Stoffwechselreaktionen pro Sekunde, die über Photonenübertragung energetisch gesteuert werden (die Meridianbahnen der chinesischen Medizin spielen dabei eine entscheidende Rolle und die Akupunktur nutzt ebenso wie die Homöopathie solche Effekte).

Homöopathie wird heute oft gleichgesetzt mit Mitteln, in denen keine stoffliche Komponente wirkt. In der Homöopathie finden sich jedoch mehrere gleichberechtigte therapeutische Prinzipien: Das wesentlichste Verdienst Hahnemanns bestand in der Einführung von Zubereitungen aus hauptsächlich pflanzlichen Ausgangsstoffen mit Alkohol. Diese wurden Urtinkturen genannt. Feste Stoffe wurden mit Milchzucker aufbreitet zu Triturationen.

Urtinkturen habe sich wegen folgender Vorzüge bewährt: Sie wirken auch dann, wenn das Simile nicht genau getroffen wurde. Sie wirken schnell, manchmal fast im Sinne eines Sekundenphänomens.

Diese Stoffe wurden von Hahnemann seit 1796 systematisch erforscht und therapeutisch benutzt, er war der erste Arzt, der Arzneimittelprüfungen durchführte. Erst später potenzierte (der Begriff „Verdünnung“ ist irreführend) Hahnemann diese Ausgangssubstanzen immer weiter und fand heraus, dass auch diese Zubereitungen arzneiliche Wirkungen haben, freilich unter anderen Bedingungen als die Urtinkturen.

(Nebenbemerkung: Allen Fehlinformationen zum Trotz ist wichtig: In 200 Jahren Geschichte musste noch kein homöopathisches Arzneimittel wegen unerwünschter Nebenwirkungen vom Markt genommen werden.) In den 60 Jahren der chemischen Arzneimittelherstellung ist dies jedoch zu aberhunderten Fällen erfolgt, zuletzt z.B. bei dem Mittel Vioxx, oder denken Sie an das  Mittel Contergan. Die Nebenwirkungen von korrekt verordneten schulmedizinischen Medikamenten stellen mehreren offiziellen Studien zufolge (!!!) jedoch die dritt- bis vierthäufigste Todesursache  in den USA und  auch in Deutschland dar.

Die Abstimmung mit den Füßen ist in Ländern mit einem freien Gesundheitsmarkt wie den USA schon vor zehn Jahren zu Gunsten komplementärer Methoden gelaufen. Dies ist auch der Grund, warum die Pharma-Lobby (Mafia würde ich hier nicht sagen, weil mir die Beweise fehlen) keine Mühe scheut, andere Methoden wie die Homöopathie zu diskreditieren (nichts leichter, als einen angeblichen Experten einzukaufen). Es hat auch nichts mit der Qualität naturheilkundlicher Arzneien zu tun, wenn in den letzten Jahren allein in Deutschland über 5000 Präparate vom Markt verschwunden sind, sondern nur mit einer geschickten Interessenvertretung und Manipulation unserer wenig wissenden, aber alles entscheidenden Ministerialen und Politiker durch die Lobby der Pillenindustrie, deren wirtschaftliche Verflechtungen mit anderen Industriezweigen sehr aufschlussreich sind, deren Würdigung aber den Rahmen sprengen würde.

Anmerkungen

  1. Aus: „Homeopathy and the New Fundamentalism: A Critique of the Critics“, LIONEL R. MILGROM, Ph.D., F.R.S.C., M.A.R.H. The Journal of Alternative and Complementary Medicine, Volume 14, Number: 5 Jun 2008.